Manfred Roth unterstützt Projekt zur Vermeidung von Blindheit bei Frühgeborenen

16.12.2014
Mit einer Spende von 10.000 Euro unterstützt Manfred Roth, Gesellschafter der Roth Industries in Buchenau, die Marburger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Bei einem Besuch am 15. Dezember 2014 zusammen mit seiner Frau Heike übergab er einen Scheck an den Direktor der Klinik, Professor Dr. Rolf Maier.

Anlässlich seines 75. Geburtstages hatten sich Mitarbeiter anstelle von Geschenken an dieser Aktion beteiligt. Die Spende soll für ein neues Diagnoseverfahren für Frühgeborene verwendet werden. Professor Dr. Rolf Maier erklärte: „Bei sehr kleinen Frühgeborenen vollzieht sich die Entwicklung der Netzhaut am Auge nicht wie üblich im Mutterleib, sondern dann, wenn die Kinder schon auf der Welt sind. Bedingt durch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Sauerstoff, kann es zu einer Fehlentwicklung der Blutgefäße in der Netzhaut kommen, die im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führt – die sogenannte Frühgeborenen-Retinopathie (retinopathy of prematurity, ROP).“

Mit regelmäßigen Untersuchungen des Augenhintergrundes dieser Kinder versucht man die Erblindung zu verhindern. Dafür möchte die Marburger Klinik eine Kamera beschaffen, mit der die Untersuchung schneller und mit weniger Belastung für die Kinder einhergeht als mit den bisher verfügbaren Methoden. Professor Dr. Rolf Maier erläuterte: „Diese Kamera bietet auch die Möglichkeit, die Mechanismen der fatalen Krankheit besser zu verstehen und neue Behandlungsmethoden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit zu überprüfen. Momentan sammeln wir Spenden für eine derartige Kamera, die rund 80.000 Euro kostet. Die Spende von Herrn Roth hilft uns diesbezüglich sehr.“

Manfred Roth erklärte: „Meiner Frau und mir liegt am Herzen, dass alle Kinder die gleiche Chance haben, mit gesundem Augenlicht ihre Aufgaben im Leben zu meistern."


Hintergrundinformation Frühgeborenen-Retinopathie
In den 1940iger und 1950iger Jahren erblindeten Zehntausende von Frühgeborenen infolge einer gut gemeinten, aber unkontrollierten Sauerstoffbehandlung. Das diesbezüglich wohl prominenteste Opfer dürfte der Sänger Stevie Wonder sein, der ebenfalls zu früh geboren wurde und erblindete.
Da heute vorzeitig geborene Kinder durch eine verbesserte intensivmedizinische Versorgung gute Überlebenschancen haben, stellt diese Erkrankung ein reales Risiko dar. Daher versucht die Medizin durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen die Erblindung der sehr kleinen Frühgeborenen zu verhindern. Voraussetzung dafür sind regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrundes dieser Kinder.