| Objekt | Sparkasse Berchtesgaden |
| Bauherr | Sparkasse Berchtesgadener Land |
| Planer/Architekt | Thomas Gollwitzer, Bad Reichenhall |
| ausführender Fachbetrieb | Johann Hölzl, Bischofswiesen-Stanggass |
| Flächenheizung | Roth Komfortdecke ComfoTop®, Kühl- und Heizdecke |
| Einbaujahr der Roth Produkte | 2024 |
| Roth Fachberatung | Harald Urbanek |
| Fotoaufnahmen | aussen: Urbanek/ innen: Florian Ziegler/vor-ort-foto.de |
Die Decke ist eine ideale Strahlungsfläche zum Heizen und Kühlen und lässt sich zur Einbringung von Rohrregistern nutzen. In dem Projekt in Berchtesgaden kamen rund 450 Quadratmeter Roth Komfortdecke ComfoTop® mit endlos verlegten Roth Systemrohren zum Einsatz. Die Installation der Systemrohre erfolgte kupplungsfrei an Befestigungsschienen im Verlegeabstand von 50 bis 100 Millimetern. Thomas Gollwitzer plante das Heiz- und Kühlsystem zur Installation direkt in die Trockenbauebene der Deckenkonstruktion. Das Rohr ist ohne zusätzliche Aufbauhöhe in die Trockenbaukonstruktion integriert und mit Gipskarton-Trockenbauplatten flächig abgedeckt. Dank zentimetergenauer und flexibler Positionierung der Systemrohre lassen sich selbst komplizierte Grundrisse mit einer flächigen Belegung der Systemrohre realisieren. Ebenso können Deckeneinbauten wie Beleuchtungselemente wunschgemäß positioniert werden. Der Anschluss der einzelnen Rohrregister erfolgte über einen zentralen Heizkreisverteiler, der unsichtbar in die abgehängte Deckenkonstruktion integriert und jederzeit über eine Revisionsöffnung zugänglich ist. Durch langanhaltende sehr warme Sommertage ist die Technologie der Kühlung in Verbindung mit Decken- und Fußbodenheizung aufgrund der niedrigen Systemtemperaturen prädestiniert.
Die Energieversorgung der Sparkasse erfolgt über diverse Heizsysteme (Fußbodenheizung, Heizkörper).
Harald Urbanek, Fachberater der Roth Werke, bestätigt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem System, insbesondere da es sehr flexibel in der Anwendung und einfach in der Montage ist.“
Gebäudetechnik passt sich der Jahreszeit an
Die Roth Komfortdecken verwandeln Raumdecken in Strahlungsflächen, die Räume im Sommer angenehm kühlen und im Winter behaglich wärmen. Die Oberflächentemperatur wird je nach Betriebsweise einige Grad unter oder über der Raumtemperatur gefahren. Durch den Strahlungsaustausch mit der Decke verändern sich die Temperaturen der Raumumschließungsflächen. So stellen sich gleichmäßige Oberflächentemperaturen bei allen raumumschließenden Flächen ein, die sich positiv auf die Behaglichkeit auswirken. Das mit kaltem Wasser durchströmte Rohrsystem der Roth Komfortdecke absorbiert im Sommer die Wärme in der Raumluft und kühlt sie energiesparend und geräuschlos herunter. Kühldecken bauen ein weitgehend gleichmäßiges vertikales Temperaturprofil im Raum auf. Die empfundene Raumtemperatur ist hierbei abhängig von der Raumlufttemperatur sowie der Temperatur der Raumumschließungsflächen. Bei Systemen mit hohem Strahlungsanteil, wie den Roth Komfortdecken, liegt die empfundene Raumtemperatur im Kühlfall um 1,5 bis 2 Kelvin unterhalb der Raumlufttemperatur. Die Gesamtleistung für die Temperierung wird durch zwei Drittel Strahlungsanteil und ein Drittel Konvektion erzielt. Die Differenz zwischen Raumtemperatur und mittlerer Oberflächentemperatur bestimmt die Leistung. Je höher die Temperaturdifferenz, desto höher ist die Leistung.
Im Winter ahmen die Roth Komfortdecken die natürliche Strahlungswärme der Sonne nach. Das unsichtbar in die Deckenkonstruktion eingebettete Rohrsystem mit geschlossenem Wasserkreislauf temperiert die Räume mit sanfter Wärmestrahlung von oben. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig und zugluftfrei in jeden Raumwinkel.