ISH 2019 > Roth Thermoentkoppler mit HygieneXtra verhindert Wärmeübergang bei Trinkwasserinstallationen

11.03.2019

Zur Vermeidung von Wärmeübertragungen in Trinkwasserinstallationen bieten die Buchenauer Roth Werke als HygieneXtra ein neues modulares System zur thermischen Entkopplung. Es verhindert bei Warmwasserinstallationen wirksam die Wärmeleitung über die Brausearmatur zur Kaltwasserseite. Der Hersteller ermöglicht damit energiesparende und hygienische Trinkwasserinstallationen. 

Der Roth Thermoentkoppler besteht aus einer werkseitig vorkonfektionierten Bauteileinheit mit Wandscheibe, Systemrohr Alu-Laserplus und einer kombinierten Wärme- und Schalldämmbox. Zur Einbindung in die objektspezifische Installation wird die Bauteileinheit mit einem bauseits individuell wählbaren Roth Kunststoff-Fitting als T-Stück in der Dimension 20 Millimeter vervollständigt. Dies gewährleistet eine maximale Flexibilität hinsichtlich der Installationsmöglichkeiten. Die Wärme- und Schalldämmbox aus expandiertem Polypropylen (EPP) ist als montagefreundliche zweiteilige Einheit aufgebaut. Ihre Dämmstärke entspricht den Anforderungen der EnEV und der DIN 1988-200. Das Baukastensystem sowie die Vorkonfektionierung ermöglichen dem SHK-Fachhandwerker einfache, zügige und hygienische Installationen von Warmwasser- und Kaltwasser-Rohrnetzen ohne Temperaturübergänge durch Brausearmaturen auf Kaltwasserleitungen.

Roth HygieneXtra für einwandfreies Trinkwasser
Trinkwasserinstallationen müssen den hohen Anforderungen an die Trinkwasserhygiene entsprechen. Das Roth Rohr-Installationssystem mit HygieneXtra bietet Lösungen, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Ringinstallationen mit Roth U-Wandscheiben sorgen für eine hygienische Trinkwasserverteilung, da bei bestimmungsgemäßem Betrieb und fachgerechter Planung ein regelmäßiger Wasseraustausch im Rohrnetz sichergestellt ist und somit Stagnationen vorgebeugt wird. Für den Anschluss von Armaturen in der Warmwasserinstallation mit Zirkulationseinbindung eignet sich der Roth Thermoentkoppler. Eine Erwärmung des Kaltwassers durch Wärmeleitung über die Brausearmatur wird hierbei wirksam reduziert. Einer Voraussetzung für die Vermehrung von gesundheitsschädlichen Mikroorganismen wie Legionellen in Kaltwasserleitungen wird so die Grundlage entzogen – eine Erwärmung des Kaltwassers über die für die Trinkwasserhygiene geforderten 25 Grad Celsius hinaus wird vermieden.

 

Infokasten Fachwissen Trinkwasser-Installation
Ringinstallationen gewährleisten durch hohen Wasserumlauf die Hygiene in der Trinkwasserinstallation. Als endständige Entnahme sollte hierbei ein Verbraucher mit häufiger Nutzung (bestimmungsgemäßer Betrieb) oder optional eine automatische Spüleinrichtung vorgesehen werden. Bei der Rohrleitungsführung in Schächten, Installationsebenen innerhalb von abgehängten Deckenkonstruktionen und Vorwandinstallationen ist auf Wärmelasten zu achten. Eine thermische Trennung innerhalb eines Installationsschachtes, separate Versorgungsschächte oder Schachtbelegungen, unterschiedliche Installationshöhen sowie eine thermische Entkopplung der Entnahmestelle gewährleisten sichere und hygienische Installationen. Die thermische Entkopplung ist insbesondere in Trinkwasserinstallationen für Duschen oder Badewannen bei Einbindung in die Zirkulation notwendig. 

 

Flyer Thermoentkoppler