Solarthermie-Modell veranschaulicht Funktionsprinzip - Projekt zum Klimaschutz in der Schulbildung

11.09.2015
Der Landkreis Marburg Biedenkopf und die Buchenauer Roth Werke kooperieren in einem Bildungsprojekt für die Schulen im Landkreis. Roth entwickelte dafür ein mobiles Solarthermie-Modell. Landrätin Kirsten Fründt und Christin Roth-Jäger, Geschäftsführerin der Roth Werke, übergaben es am 9. September 2015 an die Buchenauer Grundschule.

Das Modell veranschaulicht auf einfache Weise die Verwendung regenerativer Energiequellen im Zuge des Klimaschutzes. Das Modell in Funktion zeigt die Betriebsweise von der Energieerzeugung mit dem Roth Solarkollektor Heliostar, über die Energiespeicherung mit dem Roth Wärmespeicher Thermotank Quadroline bis zur Entnahme von heißem Wasser. Für das optimale Zusammenspiel der Komponenten im Gesamtsystem regelt die Roth Regelung BWH Komfort die Energienutzung.

„Dieses Modell soll in über 60 Schulen im Landkreis zum Einsatz kommen. Außerdem wollen wir es am 20. September 2015 beim gemeinsamen Aktions- und Informationstag „Umwelt-Klima-Energie“ des Landkreises und der Universitätsstadt Marburg einem breiten Publikum vorstellen“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt.

Die Idee zu dem Projekt entstand aus der Zusammenarbeit von Erich Weber, dem Energiecoach des Landkreises, mit Hartmut Gojdka, Umweltmanagementbeauftragter der Roth Werke. Projektleiter für den Aufbau des Modells bei Roth ist Volker Hedderich, Abteilung Forschung & Entwicklung Energiesysteme.

Der Klimaschutz hat im Landkreis Marburg-Biedenkopf einen hohen Stellenwert. Aus politischen Beschlüssen entstanden definierte Ziele und der Grundstein für eine Klimaschutzstrategie. Der Landkreis hat sich vorgenommen
> bis 2040 den Energiebedarf durch 100 Prozent Erneuerbare Energien aus der Region zu decken,
> bis 2050 Treibhausgasemissionen um 95 Prozent zu senken,
> bis 2050 50 Prozent des Gesamt-Energiebedarfs einzusparen.

Umweltschutz ist auch ein wichtiger Bestandteil der Roth Unternehmensphilosophie. Geschäftsführerin Christin Roth-Jäger erklärte: „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung für den Umweltschutz. Daher sehen auch wir uns als Unternehmen in der Pflicht. Unser entwickeltes Solarmodell ist dafür ein Baustein.“

Wie der Landkreis hat Roth im Rahmen des hausinternen Umweltmanagementsystems eigene Umweltziele. Das Unternehmen senkt die absoluten CO2-Emissionen im Zeitraum 2014 bis 2016 um 50 Prozent. 2014 sparte Roth am Standort Buchenau absolut 1100 Tonnen CO2-Emissionen ein. Im Jahr 2015 werden es sogar etwa 1700 Tonnen CO2 sein, die das Unternehmen vermeidet. Hartmut Gojdka erklärte: „Im Sinne des Klimaschutzes hat Roth das Ziel, weitere Energieeinsparpotenziale im Unternehmen zu realisieren sowie die CO2-Bilanz weiter zu verbessern. Eine umweltbewusste Denkweise bereits in der Schule zu transportieren, halten wir für absolut sinnvoll.