Unternehmen werden Paten für Kindertagesstätten - Kooperationen bieten Chancen für Betriebe und Kinder

18.09.2014

Die IHK Lahn-Dill will die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kindertagesstätten (Kitas) im Hinterland fördern. Die Buchenauer Roth Werke GmbH verfügen bereits über Best-Practice-Erfahrungen.

Eine Informationsveranstaltung am 18. September 2014 im Roth Atrium in Dautphetal-Buchenau zeigte die Möglichkeiten von Patenschaften zwischen Unternehmen und Kitas auf. Staatsminister Dr. Thomas Schäfer, Roth Personalleiter Michael Donges und Kita-Experte Ulrich Seibel von KiTa 3K stellten die Perspektiven vor. An einer anschließenden Frage- und Diskussionsrunde beteiligten sich außerdem der Dautphetaler Bürgermeister Bernd Schmidt, Roth Geschäftsführerin Christin Roth-Jäger, Dr. Tina Christmann-Ayles (Geschäftsführerin der Christmann Fahrzeugbau GmbH und Vize-Präsidentin der IHK Lahn-Dill), Anja Krassa von KiTa 3K sowie die geschäftsführende Gesellschafterin der Kids Camp Gemeinnützige GmbH, Dr. Martina Dorner. Die Gäste konnten Kontakte knüpfen und Kooperationen auf den Weg bringen.

In der Zusammenarbeit zwischen Kitas und Unternehmen liegen Chancen für die Betriebe und die Kinder. Dr. Gerd Hackenberg, Abteilungsleiter der Aus- und Weiterbildung der IHK Lahn-Dill erklärte: “Unternehmen können ihr Image als familienfreundliches Unternehmen stärken und die Kinderbetreuung für ihre Mitarbeiter verbessern sowie Eltern über Ausbildungs- und duale Studienmöglichkeiten informieren – beispielsweise für ältere Geschwister der Kita-Kinder oder für später.“

Die Roth Werke haben bereits Erfahrungen gesammelt. Das Unternehmen unterstützt seit dem Jahr 2008 die evangelische Kinderkrippe Rothkehlchen in Buchenau. In der Krippe gibt es Plätze für Kinder der Mitarbeiter der Roth Unternehmensgruppe. Außerdem unterstützt Roth seit 2012 das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ und übernahm in diesem Zusammenhang die Patenschaft für den evangelischen Kindergarten in Buchenau.
Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher" engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative für die Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Sie unterstützt mit ihren Angeboten pädagogische Fachkräfte dabei, Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten. Gefördert wird die Stiftung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die regionalen Netzwerke, wie die Agentur KiTa 3K oder das Netzwerk beim Mathematikum in Gießen, die für die Umsetzung vor Ort zuständig sind, finanzieren sich aus kommunalen, Kreis-, Kirchen- und Landesmitteln und aus Spenden von Unternehmen und Privatpersonen.

Der Personalleiter Michael Donges erklärte: „Durch diese Art der Kooperation können Kinder früh gefördert werden. Wir sind sicher, dass der Spaß an Experimenten und das damit verbundene frühe Forschen eine gute Basis für den späteren Bildungsprozess ist.“ Die Kinder von heute seien die Arbeitnehmer von morgen und angesichts der demografischen Entwicklung und des steigenden Fachkräftemangels könnten Unternehmen nicht früh genug beginnen, Netzwerke aufzubauen, so Donges weiter.