Energieeffizienzprojekt der Roth Werke von dena mit Best-Practise-Label ausgezeichnet

21.02.2014
Die Roth Werke erhielten für das Projekt “Energieeffiziente Heizung und Kühlung mittels Prozesswärmenutzung“ das Label „Best Practice Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur (dena). Mit dem Projekt demonstriert der Hersteller von Energie- und Sanitärsystemen anhand der Modernisierung einer Produktionshalle Möglichkeiten zur Energieoptimierung und CO2-Einsparung.
Mit Hilfe von Prozess-Abwärme und neuer energieeffizienter Anlagen wird eine 3.300 Quadratmeter große Produktionshalle am Stammsitz in Dautphetal-Buchenau seit April 2011 effizient beheizt. Roth produziert in der Halle PE-Behälter mit einem Fassungsvermögen bis 3.000 Liter. Mittels Anpassung an den realen Heizwärmebedarf durch hydraulischen Abgleich, dem Austausch der alten Heizlüfter und der Heizkesselanlage mit insgesamt 1250 kW Wärmeleistung gegen drei Roth Sole/Wasser-Wärmepumpen mit jeweils 220 kW Wärmeleistung und 180 kW Kälteleistung konnte Roth eine beachtliche Energieoptimierung erreichen.

Der Projektleiter Volker Hedderich erklärte: „Wir entziehen Energie aus Prozessabwärme und wandeln diese mit Hilfe der Wärmepumpen auf ein höheres Temperaturniveau von etwa 50 °C um. Hiermit beheizen wir die Produktionshalle. Durch den Energieentzug des Prozesswassers wird dieses von ca. 12 °C auf 6 °C abgekühlt und steht somit wieder als Kaltwasser für den Fertigungsprozess zur Verfügung. Durch die Nutzung von Prozessabwärme und der Einbindung der Wärmepumpen sparen wir rund 80 Prozent Heizöl zum Heizen und 40 Prozent Strom im Kühlprozess beim Betrieb der Halle. Damit ergibt sich eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von über etwa 590 Tonnen jährlich.“
Die Investition von rund 250.000 Euro war in rund zwei Jahren amortisiert, so teilte Volker Hedderich weiter mit. Als Projektleiter verantwortete er die Planung und die technische Umsetzung des Konzeptes.

Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil der Roth Unternehmensphilosophie. Christin Roth-Jäger, Geschäftsleitungsmitglied der Roth Industries, erklärte: „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung für den Umweltschutz. Daher sehen auch wir uns als Unternehmen in der Pflicht. Wir leisten mit der Energie- und Ressourceneffizienz unserer Fertigungen und Betriebsabläufe einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz und damit einhergehend zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Die generelle ökologische Ausrichtung aller Bereiche unseres Unternehmens ist in unseren Firmengrundsätzen niedergelegt. Deshalb steht die Energieeffizienz auch im Fokus unserer Produktprogramme.“

dena-Auszeichnung Best Practice Energieeffizienz
Die Initiative EnergieEffizienz der dena zeichnet besonders herausragende Energieeffizienzprojekte und -aktivitäten in Industrie und Gewerbe mit dem Label „Best Practice Energieeffizienz“ aus. Mit dieser Auszeichnung wird die öffentliche Kommunikation beispielgebender Projekte und Aktivitäten unterstützt, das Unternehmensimage gegenüber Partnern, Auftraggebern und -nehmern positiv beeinflusst und andere Unternehmen werden zu eigenem energieeffizientem Handeln angeregt.

Das Label „Best Practice Energieeffizienz“ ist Bestandteil der dena-Referenzprojekte-Datenbank unter www.stromeffizienz.de/bestpractice.